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Über mich & meine Philosophie

Vom Schreibtisch zur Leine — eine bewusste Entscheidung.

Mein Weg in das Hundetraining war kein gerader. Aber genau das macht ihn echt.

Veronique mit ihrem Hund unter einem Baum im goldenen Herbstlaub
01 — Der Quereinstieg

Eigentlich war ich Kauffrau.

Wenn mir früher jemand gesagt hätte, dass ich mal Hundetrainerin werde, hätte ich der Person nicht geglaubt. Mein Weg begann nämlich ganz klassisch am Schreibtisch mit einer Ausbildung zur Kauffrau für Dialogmarketing.

Doch der Wunsch, echte Probleme zu lösen und etwas wirklich Sinnvolles zu tun, war irgendwann größer als die Routine im Büro. Also wagte ich den kompletten Richtungswechsel. Heute sind Hunde mein absoluter Lebensmittelpunkt – und das, obwohl ich gar nicht mit ihnen aufgewachsen bin.

Was mich in meinem Beruf aber am meisten antreibt, seid ihr am anderen Ende der Leine. Ich liebe es, euch den Rücken zu stärken und gemeinsam dranzubleiben, bis der Knoten platzt. Dieser Ehrgeiz kommt nicht von ungefähr: Vor einigen Jahren stand ich mit meinem eigenen Hund Duplo vor einem riesigen Berg an Problemen und wusste absolut nicht mehr weiter. Genau weil ich dieses Gefühl so gut kenne, brenne ich heute dafür, euch da herauszuhelfen.

„Ich habe nicht meine Werte gewechselt — ich habe endlich eine Antwort auf meine Frage gefunden, wie ich Menschen wirklich helfen kann, um einen Unterschied zu bewirken.“

02 — Mein Wegbereiter

Der Hund, der mich zur Trainerin gemacht hat.

Mein eigener Hund Duplo, ein Herdenschutzmix aus dem Tierschutz, war mein größter Lehrmeister. Typisch für seine Rasse brachte er einige Herausforderungen mit — und war extrem reizoffen.

Schon als er noch im Tierheim saß, habe ich lange Zeit damit verbracht, ihn wirklich zu verstehen. Stunden in seiner Box, Stunden auf dem Gelände. Intensive Trainingseinheiten, die in keiner Trainingsstunde Platz gehabt hätten.

Er hat mir gezeigt, mit wie viel Reizoffenheit und Stress feinfühlige Hunde in unserer heutigen Gesellschaft zu kämpfen haben. Wie sehr ihre Umwelt sie überfordert. Und wie viel ein ruhiger Mensch an ihrer Seite verändern kann.

Aus diesem Weg entstand mein Wunsch, mich genau auf diese Teams zu spezialisieren — auf die, die nicht in das Standardraster passen.

Herdenschutzmix – der Ursprung der Spezialisierung
Mein eigener Hund

Duplo - Geboren: 2021 - Herdenschutzmix aus Rumänien

03 — Beruflicher Werdegang

Praxis vor Theorie.

  1. 3 Jahre · Tierheim

    Arbeit mit den schwierigen Fällen

    Intensive Betreuung und Verhaltenstraining mit verhaltensauffälligen Hunden. Hier lernt man, was wirklich zählt: Geduld, klare Strukturen, und das Verständnis dafür, dass Verhalten immer eine Geschichte hat.

  2. Seit 2022 · Fortbildungen

    Kontinuierliche Weiterbildung

    Seit 2022 nehme ich durchgehend an Fach-Fortbildungen rund um das Thema Hund teil — Verhaltensbiologie, Trainingsdidaktik, Bindungsarbeit, Stressmanagement. Die Erkenntnisse fließen täglich direkt in meine praktische Arbeit ein.

  3. Aktuell · Tierpension

    Gruppendynamik im Alltag

    Mein heutiger Schwerpunkt: Gruppenhaltung, komplexe Gruppendynamiken und intensives Alltagstraining. Jeden Tag das Gleiche und doch nie dasselbe — der beste Lehrer für das, was Hunde im Alltag wirklich brauchen.

  4. 2025–2026 · Ausbildung

    Geprüfte Hundetrainerin

    Erfolgreich absolvierte Ausbildung zur Hundetrainerin inklusive zertifizierter Prüfung beim Veterinäramt Nürnberg. Die formale Bestätigung dessen, was die Praxis längst gezeigt hat.

04 — Was gutes Training ausmacht

Niemals Schema F.

Gutes Training bedeutet für mich vor allem eines: Es gibt kein Schema F. Jedes Mensch-Hund-Team kommt mit einer eigenen Geschichte, einem eigenen Tempo und eigenen Themen. Wer alle gleich behandelt, behandelt am Ende keinen richtig.

Es geht um Individualität. Um das Erkennen echter Bedürfnisse — beim Hund und beim Menschen. Um das gemeinsame Meistern von Alltagssituationen, die niemand anderes für euch lösen kann. Und es geht darum, nicht nur Probleme abzubauen, sondern echte, nachhaltige Lebensqualität zu schaffen.

Das heißt auch: ehrlich sein. Wenn ein Tierarzt-Termin sinnvoller ist als eine Trainingseinheit, sage ich das. Wenn eine Veränderung Wochen oder Monate braucht, sage ich das auch. Falsche Versprechen sind das Gegenteil von Hilfe.

WAS ICH MACHE
  • + Individuelle Trainingspfade
  • + Beziehungsarbeit zuerst
  • + Alltagstaugliche Werkzeuge
  • + Ehrliche Einschätzungen
WAS ICH NICHT MACHE
  • Druck, Strafe, Einschüchterung
  • Schnell-Lösungen über Nacht
  • Vorwürfe an dich als Halter:in
  • Dogmatische Methoden
WAS DAS BEDEUTET

Training, das funktioniert. Auch noch in sechs Monaten. Auch dann, wenn ich nicht dabei bin.

05 — Die ausführliche Trainingsphilosophie

Drei Prinzipien, die alles zusammenhalten.

I.

Vertrauen

Vertrauen ist nicht das Ergebnis von Training. Vertrauen ist seine Voraussetzung.

Ein Hund, der seinem Menschen nicht vertraut, wird nicht durch stures Wiederholen lernen, sondern im besten Fall nur funktionieren. Funktionieren ist aber kein Ziel — vor allem nicht bei sensiblen oder reizoffenen Hunden. Deshalb beginnt jede Arbeit bei mir damit, dieses Fundament zu prüfen und aufzubauen.

Erst wenn dein Hund dir glaubt, dass du Situationen souverän regeln kannst, wird er sich an dir orientieren und die Verantwortung abgeben.

II.

Co-Regulation

Hund und Mensch beeinflussen sich gegenseitig. Wenn du gestresst bist, ist dein Hund es auch — und ein gestresster Hund kann nicht lernen.

Co-Regulation ist daher nicht unser Endziel, sondern der absolut wichtigste Türöffner. Erst wenn du lernst, durch deine eigene Haltung Ruhe in die Situation zu bringen, holst du deinen Hund aus dem roten Bereich und dem Überlebensmodus.

Wenn der Stress abfällt, wird der Kopf wieder frei. Erst dann ist dein Hund überhaupt wieder aufnahmefähig für echtes Training, neue Lösungswege und nachhaltiges Lernen.

Reizoffene Hunde brauchen genau das — und nichts anderes funktioniert dauerhaft.

III.

Faire Führung

Gewaltfrei und bedürfnisorientiert — aber mit klarer Struktur. Verhalten verändert sich durch Beziehung und durch Trial und Error.

Wir arbeiten nicht mit Druck, Einschüchterung oder harter Strafe, denn das deckelt nur Symptome. Vielmehr geht es darum, einen sicheren Lernraum zu schaffen, in dem wir gemeinsam positive Lösungen für erwünschtes Verhalten aufbauen können.

Gleichzeitig bedeutet faires Training aber nicht, dass es keine Regeln gibt. Gerade reizoffene und stürmische Hunde brauchen einen verlässlichen Rahmen, an dem sie sich orientieren können. Eine faire, klar kommunizierte Grenze ist keine Strafe, sondern gibt Sicherheit — und Sicherheit ist die Basis eurer Beziehung.

Auf den Punkt

Nachhaltige Hilfe für Mensch-Hund-Teams funktioniert nur über die Beziehungsebene. Alles andere ist ein Strohfeuer.

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Ganzheitliches Hundetraining und körperliche Gesundheit gehören zusammen. Für Themen rund um den Bewegungsapparat empfehle ich fachkundige Unterstützung aus meinem Netzwerk.

Vivien Pietz – Tierphysiotherapie & Osteopathie

Vivien Pietz – Tierphysiotherapie & Osteopathie

Vivien Pietz steht für professionelle Tierphysiotherapie und Osteopathie. Mit gezielter Behandlung, Schmerzlinderung und individueller Mobilisation sorgt sie dafür, dass Hunde sich wieder schmerzfrei und voller Freude bewegen können – eine ideale Ergänzung zu einem ganzheitlichen Training.